Wissenschaftliches Arbeiten
Studium

Wissenschaftliches Arbeiten – Darauf musst du wirklich achten!

Wissenschaftliches Arbeiten gehört zum Alltag eines jeden Studenten. Aber was genau versteht man eigentlich darunter? Wir erklären es dir.

Was ist wissenschaftliches Arbeiten?

Per Definition arbeitest du wissenschaftlich, wenn du dich kritisch und ausführlich mit einem Thema oder einer Fragestellung auseinandersetzt. Dafür suchst du vorhandene Forschungsbefunde heraus, betrachtest diese im Zusammenhang und ziehst neue Erkenntnisse oder Schlussfolgerungen aus deiner Betrachtung. Du kannst auch eigene Forschungsbefunde einfließen lassen, um Schlussfolgerungen zu untermauern oder zu widerlegen.

 Wichtig ist, dass du dich an bestimmte Qualitätskriterien hältst, die wir uns folgend genauer ansehen.

Literaturrecherche

Eine gute Recherche ist die Grundlage einer wissenschaftlichen Arbeit. Forschung funktioniert nur mit vernünftigen Literaturquellen, die du übrigens nicht immer im Internet findest.

Soll ich meine Literaturrecherche im Internet durchführen?

Das Internet ist voller Informationen. Theoretisch kann jeder Mensch Informationen verbreiten – ob sie wahr sind oder nicht. Halte dich für deine Literaturrecherche von Foren und Blogs fern, die frei von jeglicher Prüfung auf Seriosität oder Wahrheitsgehalt sind. Solche Quellen sind für wissenschaftliche Arbeiten tabu.

Die besten Quellen sind Zeitschriftenartikel aus facheinschlägigen Journalen. Diese findest du über die Zeitschriftendatenbanken der Uni-Bibliotheken.

Artikel von guten Fachjournalen unterliegen einem Peer-Review Prozess. Das heißt, dass ein Beitrag von Expert*innen auf seine Aussagekraft geprüft wird, bevor er in der Zeitschrift veröffentlicht wird. Artikel aus aktuellen Journalen sind in der Regel auf dem neuesten Stand der Forschung, daher kannst du dich guten Gewissens auf sie verlassen.

Zeitschriftenartikel können deshalb auch bessere Quellen als Fachbücher sein. Wenn Bücher schon mehrere Jahre alt sind, sind sie logischerweise oft nicht mehr aktuell. Beziehe dich wenn möglich also lieber auf Zeitschriften.

Stelle dir folgende Fragen, um abzuwägen, ob ein Artikel sich als Quelle für dich eignet oder nicht: Ist der Artikel peer-reviewed? Ist er aktuell, also nicht älter als fünf Jahre? Ist mindestens ein Autor des Artikels eine anerkannte Persönlichkeit im Forschungsfeld? Wenn du diese Fragen mit „ja“ beantworten kannst, ist der Artikel gut für deine Arbeit brauchbar.

Du solltest für deine Literaturrecherche und Aufarbeitung mehrere Tage einplanen. Sie bietet schließlich eine wichtige Grundlage für deine Arbeit.

Gliederung der Arbeit nach offiziellen Kriterien für wissenschaftliche Arbeiten

Eine gute wissenschaftliche Arbeit steht und fällt mit der Gliederung. Deine Arbeit sollte so gegliedert sein, dass auch fachfremde Leser Struktur, Argumentation und Inhalt verstehen. Damit das gelingt, ist einne wissenschaftliche Arbeit in drei Teile gegliedert:

Einleitung

Die Einleitung deines Textes besteht aus Zielbeschreibung, Themeneinführung und Aufbau-Beschreibung deiner wissenschaftlichen Arbeit. Die Länge der Einleitung macht ungefähr 10 – 15 Prozent des gesamten Textumfangs aus. Schreibe die Einleitung erst, nachdem du deine Literaturrecherche abgeschlossen hast.

Hauptteil

Im Hauptteil deiner wissenschaftlichen Arbeit entwickelst du Antworten auf deine Fragestellung, indem du:

  • dein Thema eingegrenzt und Fachbegriffe erklärst
  • deine Literaturrecherche aufzeigst und Befunde zusammenführst
  • ggf. Forschungsmethoden verwendest

Die Länge des Hauptteils beträgt ungefähr 70 – 80 Prozent des Umfangs deines Textes. Der Hauptteil sollte ganz neutral bearbeitet werden.

Schluss

Im Schlussteil fasst du deine wichtigsten Erkenntnisse zusammen. Dazu erklärst du, inwiefern die Schlussfolgerungen aus der Literaturzusammenführung und deinen eigenen Forschungsarbeiten ein schlüssiges Bild ergeben. Hier kannst du nun auch persönliche Bemerkungen, Bewertungen und Meinungen einfließen lassen. Der Schluss macht ungefähr 10 – 15 Prozent deiner Arbeit aus.

Literaturverzeichnis

Im Literaturverzeichnis listest du alle Quellen auf, die du in der wissenschaftlichen Arbeit zitiert und verwendet hast. Achte darauf, dass du im gesamten Text eine einheitliche Zitierweise verwendest.

Objektive und neutrale Darstellung

Eine wissenschaftliche Arbeit sollte frei von persönlichen Meinungen sein. Als Autor einer wissenschaftlichen Arbeit bist du nämlich zur Objektivität verpflichtet. Das heißt, deine Arbeit baut auf wissenschaftlich fundierten und logisch begründeten Inhalten aus deiner Recherche auf – und nicht auf deiner persönlichen Einschätzung.

Vermeide Formulierungen aus der Ich-Perspektive in Einleitung und Hauptteil. Deine persönliche Meinung hebst du dir für den Schluss auf.

Quellenangaben

Alle Quellen, die du für deine Arbeit verwendest, musst du auch zitieren – sonst gilt es als Plagiat. Ob du Inhalte wörtlich oder sinngemäß übernimmst, spielt dabei keine Rolle. Beide Zitatformen musst du mit einer Quelle belegen.

Wenn du sorgfältig recherchierst und dokumentierst, brauchst du keine Angst haben, aus Versehen ein Plagiat zu erstellen Um sicherzugehen, kannst du deine Arbeit vor Abgabe bei deinem Professor aber auch noch durch einen Plagiatsscan schicken.

Wissenschaftliches Arbeiten folgt klaren Regeln. Wenn du dich diese Regeln hältst, steht einer guten Note nicht viel im Weg. Denke daran, dass wissenschaftliches Arbeiten ausreichend Zeit in Anspruch nimmt.Mit einer disziplinierten Einstellung und dem richtigen Zeitmanagement, kann so eine Arbeit viel Spaß machen.

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