Wie lernt man am besten? Revolution der Lerntheorie

Wie lernt man am besten? Wissenschaftler revolutioniert Arbeits- und Lernverhalten. Nutze Stärken effektiv durch zehnminütigen Online-Test

Cervello neuroni sinapsi

In Prüfungszeiten stehen Studenten unter einem enormen Druck. Die Zeit ist zu kurz, das Lernpensum zu hoch. Doch wie lernt man am besten?

Am Abend vor der Prüfung ist alles im Kopf gespeichert, bei der Prüfung selbst kommt der Blackout. Das Selbstwertgefühl ist zerstört und die Note entspricht nicht dem eigenen Niveau. Durch diesen Kreislauf sind psychische Störungen wie Prüfungsangst vorprogrammiert. Betroffene suchen Hilfe und stoßen dabei auf die Lerntypologie. Weitreichend bekannt ist die Lerntheorie von Frederic Vester, bei der die Lernenden in vier Typen eingeteilt werden: visuell, auditiv, haptisch und kognitiv. Die meisten Studenten sind Mischtypen. Das hat zur Folge, dass sich Hilfesuchende mehrere Tage mit Vesters Theorie befassen, ohne dass sie danach einfacher oder effektiver lernen. Jedes Gehirn arbeitet unterschiedlich, demnach ist jeder Mensch ein anderer Lerntyp. Lediglich vier Kategorien reichen nicht aus, um eigene Lernprozesse zu analysieren oder zu verändern.

Carl Gustav Jung, ein Gegenspieler Freuds, der die freudsche Libido- und Sexualtheorie ablehnte, entwickelte eine eigene Typologie mit insgesamt 16 Kategorien. Das Zusammenspiel einzelner Faktoren ist wichtig für die Gesamtanalyse. Dadurch kann jeder herausfinden, was für ein Persönlichkeitstyp in ihm steckt, welche unentdeckten Potenziale verborgen sind und in welchem beruflichen Tätigkeitsfeld er sich am besten entfalten kann.

Introvertiert oder extravertiert?

Nach Jung gibt es zwei Einstellungstypen: den Extravertierten und den Introvertierten. Dieser bestimmt das Lernverhalten ebenso wie die Handlungen. Orientiert sich der extravertierte Typ an der Außenwelt, an den äußeren Bedingungen und Normen, also am objektiv Gegebenem, sieht der Introvertierte nach innen. Ihm sind eigenes Erleben, auch Bilder oder Symbole wichtig. Seine Einstellung ist dadurch subjektiv. Doch diese groben Einstellungstypen reichten Jung nicht aus. Zusätzlich verwendet er vier Bewusstseinsfunktionen: Denken, Fühlen, Empfindung und Intuition. Das Denken ist ein rationaler Prozess, bei dem nach Kriterien geurteilt wird. Das Fühlen lässt sich in unangenehme und angenehme Emotionen einteilen. Die Empfindung nimmt die Welt mit den Sinnesorganen so wahr, wie sie ist. Wer länger durch kalten Regen läuft, friert. Wer im Sonnenschein Sport treibt, schwitzt, usw. Finden Sie beim Online-Test heraus, welcher Lerntyp Sie sind.

Die Intuition registriert das Verborgene, das in Dingen oder anderen Menschen schlummert. Eine dieser Bewusstseinsfunktionen ist die dominante Funktion. Sie gibt die Richtung vor. Das Handling ist ein Kinderspiel, weswegen sie gern als Lieblingsfunktion bezeichnet wird. Durch sie werden Wettbewerbe gewonnen, Aufgaben mit Leichtigkeit bestanden. Die dominante Funktion benötigt eine ausgleichende, unbewusste Funktion, damit die Balance der menschlichen Psyche gewährleistet wird. Nach Jung ist das die Hilfsfunktion. Nicht jede Funktion kann zur Hilfsfunktion avancieren. Maximal zwei kommen für jede dominante Funktion in Betracht. Die Hilfsfunktion gleicht die dominante Funkion am besten aus. Ist die dominante Funktion extravertiert, ist die Hilfsfunktion introvertiert. Wer dominant empfindet, urteilt mit der Hilfsfunktion, usw. Leider haben Menschen angeborene Schutzmechanismen, die oft eine starke Hilfsfunktion verbieten, da sie zu selten angewandt wird oder sie ganz vermieden wird. Das erzeugt Probleme in dem Lernverhalten. Dadurch werden Klausuren verhauen oder ein Professorengespräch endet mit Türenknallen.

Die Lerntheorie von Doktor David Scheffer

Professor Doktor David Scheffer revolutioniert Jungs Theorie. Er geht davon aus, dass die Persönlichkeit eines Menschen messbar ist, und zwar durch die Art wie er auf optische Reize reagiert. Dieses System wendet Scheffer im Berufsalltag an. Unternehmen können nicht nur perfekt passende Mitarbeiter finden, sie können sogar ihre Zielgruppe neu definieren oder den Kunden die perfekte Aufmachung in Form- und Farbgestaltung der Produkte anbieten. Durch eine starke Hilfsfunktion können Studenten ihre Lernfähigkeit analysieren und effektiv nutzen. Der Blackout bleibt aus, das Selbstwertgefühl steigt und die Karrierechancen werden erhöht.

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